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15.11.02 -- Luxemburg's Klimapolitik: Nichts als heisse Luft

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Sie hören den "Klima-Rap"
(dazu brauchen Sie den realplayer)

Protestieren Sie online gegen die Gas- und Dampfturbine!

Presseerklärung vom 15. November 2002:

Luxemburg’s Klimapolitik: Nichts als heisse Luft!

Anlässlich der feierlichen Einweihung der Gas-und Dampfturbine (GuD) in Esch/Alzette hat Greenpeace die Untätigkeit der zuständigen Politiker angeprangert, die es unterlassen haben, für einen optimalen Wirkungsgrad der Anlage durch Nutzung der Abwärme zu sorgen und dadurch die klimaschädlichen CO2-Emissionen Luxemburgs zu reduzieren.


Message reçu cinq sur cinq, Altesse Royale?

Unter dem Motto „Klimaschutz made in Luxembourg – Nëmme waarm Loft !“ und unüberhörbar für die Gäste – unter ihnen Grossherzog Henri und verschiedene Minister und Abgeordnete – , spielten Greenpeace-Aktivisten ein Endlos-Band mit einem „Klima-Rap“ mittels einer mobilen Verstärkeranlage ab, welches die hohlen Versprechen und nichtssagenden Phrasen der für die GuD verantwortlichen Politiker akustisch darstellt.

Wie aus UCTE (Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity) – Statistiken hervorgeht, sind durch die reine Stromproduktion der 350 MW GuD bis heute ungefähr 690.000 Tonnen CO2 entstanden. Im Falle einer Nutzung der Abwärme und des Prozessdampfes hätten rund 242.000 Tonnen des schädlichen Treibhausgases eingespart werden können.

“Die Gas- und Dampfturbine ist das beste Beispiel dafür, dass die Klimapolitik der
Luxemburger Regierung nichts als heisse Luft ist”, so Roger Spautz von Greenpeace. “Seit der Entscheidung, das überdimensionierte Kraftwerk zu bauen, wurde die Regierung immer wieder in verschiedenen Parlamentsresolutionen aufgefordert, Pläne auszuarbeiten um den Prozessdampf und die Abwärme, welche bei der Anlage entstehen, auszukoppeln und für Heiz- und industrielle Zwecke zu nutzen. Es stellt sich aber immer mehr heraus, dass die Anlage, wie von Greenpeace von Anfang an befürchtet [1], zur reinen Stromproduktion genutzt werden soll“, so Spautz.

Die Tatsache, das Umweltminister Charles Goerens und Staatssekretär Eugène Berger nicht an der offiziellen Einweihung teilnehmen, unterstreicht, dass die Anlage ökologisch nicht als sinnvoll angesehen werden kann. Beide Politiker hatten mehrfach öffentlich erklärt, unter ihrer Entscheidungsgewalt wäre die Anlage in ihrer jetztigen Form nicht genehmigt worden.

Ein zentraler Punkt der nationalen Strategie zur Reduktion der Treibhausgase, welche ausgearbeitet wurde damit Luxemburg seine Verpflichtungen unter dem Kyoto-Protokoll einhalten kann, ist die Nutzung der Abwärme und des Prozessdampfes der GuD. Da die derzeitige Regierung die Konzeptlosigkeit der Politiker, die dem Bau der Anlage zugestimmt hatten, offensichtlich weiterführt, wird immer deutlicher, dass die Versprechen in Sachen Klimapolitik nichts als leere Worthülsen sind.

Die politischen Verantwortlichen in diesem Dossier – angefangen beim ehemaligen
Energieminister Goebbels, über den jetzigen Wirtschaftsminister Grethen, bis hin zu Premierminister Juncker, der den Luxemburgern das Ganze auch noch als „nachhaltig“ verkaufen wollte – müssen sich weiterhin den Vorwurf eines beispiellosen Planungsdebakels gefallen lassen.

[1] Daher hatte Greenpeace, gestützt auf die Untersuchungen eines schweizerischen Experten, als Alternative zur Mega-Anlage den Bau mehrerer kleinerer GuD’s gefordert, und zwar dort, wo auch ein tatsächlicher Nutzungsbedarf für deren Abwärme besteht.

Alles weitere zum Thema Gas- und Dampfturbine erfahren Sie hier.


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