Pressecommuniqué vom 17. April 2002:
Protestaktion von über 1000 „Kids for Forests“
auf Den Haager Urwaldgipfel
22 Kids aus Luxemburg mit von der Partie
Den Haag, 17. 4. 2002 – Am Rande des Ministertreffens des
UN-Urwaldgipfels in Den Haag
demonstrieren heute 1000 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt
für den Schutz der Urwälder. Die 7- bis 18-jährigen des
Greenpeace-Projektes „Kids for Forests“
zogen mit einer selbst gestalteten Arche Noah von Scheveningen bis zum
Tagungszentrum. Mehrere EU-Umweltminister empfingen die Kinder, um
ihre Forderungen zum Urwaldschutz anzuhören. Die Kinder übergaben
200.000 Unterschriften für den Schutz der Urwälder an die
Konferenzleiterin Geke Faber. Unterschrieben haben auch 230 prominente
Sportler, Musiker und Schauspieler aus der ganzen Welt, unter ihnen
Juliette Binoche, Nina Hagen und Bianca Jagger.
„Hier entscheiden die Erwachsenen darüber, wie die Urwälder
aussehen, wenn ich mal groß bin. Ich bin nach Den Haag gekommen, damit
die Politiker die Holzfäller endlich stoppen“, sagt Lynn Offermann
(12) aus der 6. Schulklasse des „Ale
Lycées“ in Esch/Alzette. „Ich finde es gut, dass bei „Kids for
Forests“ alle Kinder weltweit zusammen arbeiten und zusammen denken.“
Rebekka Stolz (15) aus Göttingen: „Urwälder sind über Tausende von
Jahren gewachsen und werden jetzt dramatisch schnell zerstört.
Urwälder sind das Prächtigste, was wir haben. Wenn die Wälder
abgeholzt werden, sterben die Tiere vom Paradiesvogel bis zum Gorilla
mit. Wie wir Menschen wohl reagieren würden, wenn Orang-Utans unser
Zuhause zersägen würden?“
„Kids for Forests“ waren seit letztem Juli in 19 Ländern rund um
den Globus aktiv. Sie bastelten Urwaldtiere, stellten ihr eigenes
Recyclingpapier her und gestalteten eine Weltkarte mit Urwaldtieren.
Sie übten Theaterstücke ein und schrieben Gedichte und Lieder über die
Urwälder. In Chile lebten sie zusammen mit indigenen Kindern in einem
Urwald-Camp. In Luxemburg besuchten die Kinder
Umweltminister Charles Goerens persönlich, um ihn aufzufordern,
auf dem Urwaldgipfel endlich Maßnahmen für den Schutz der Urwälder zu
ergreifen.
„Wir haben unser Bestes gegeben, um die Politiker auf die
Urwaldkrise aufmerksam zu machen. Jetzt wollen wir hier in Den Haag
sehen, ob die Minister die Urwälder auch wirklich schützen“, sagt
Camila Velazquez Yepi (14) aus Osorno in Chile.
Die „Kids for Forests“ in Den Haag stammen aus den Urwaldländern
Brasilien, Chile, Kamerun, Kanada und Russland sowie aus den
europäischen Holzimport-Ländern wie Deutschland, Niederlande, Belgien,
Luxemburg, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Spanien,
Italien und der Slowakei.
