Attention! Vous êtes sur le site
archive de Greenpeace Luxembourg, qui n'est plus mis à jour. |
|
|
Pressecommuniqué vom 16. August 2001:Unbekannte DNA in Gen-Soja von Monsanto entdecktGreenpeace fordert sofortiges Einfuhr-Verbot Belgische Wissenschaftler haben unbekanntes Erbgut in RoundupReady-Sojabohnen (RR) der Firma Monsanto gefunden. Dies geht aus einer gestern in der Zeitschrift European Journal of Food Research and Technology veröffentlichten wissenschaftlichen Studie hervor. Die Wissenschaftler stießen auf ein 534 Basenpaare langes DNA-Stück, das mit keiner bekannten Erbsubstanz von Pflanzen übereinstimmt. Das DNA-Stück war zum Zeitpunkt der Zulassung der genmanipulierten RR-Soja für den europäischen Markt nicht bekannt und wurde bei den Gesundheits- und Umweltuntersuchungen nicht berücksichtigt. RoundupReady Soja ist in Europa für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen und wird auch in Luxemburg in Futtermitteln für die Tiermast eingesetzt. Greenpeace fordert daher den zuständigen Gesundheitsminister Carlo Wagner auf, umgehend den Import von RR-Soja und Bestandteilen der RR-Soja nach Luxemburg zu verbieten. "Wir befürchten, dass die Gen-Soja, die zur Zeit bei uns auf den Markt gebracht wird, sich grundlegend von der Soja unterscheidet, die eine europäische Zulassung hat. Die zuständigen Behörden müssen nun schleunigst handeln und verhindern, dass diese Soja trotzdem bei uns im Essen landet", sagt Martina Holbach, Gentechnikexpertin bei Greenpeace. "Es ist unverantwortlich, dem Verbraucher Gen-Soja in Nahrungsmitteln vorzusetzen, wenn nicht klar ist, welche neue Erbsubstanz sie tatsächlich enthält und was diese Gene bewirken." Dies ist bereits das zweite Mal, dass unabhängige Wissenschaftler Monsanto die fehlerhafte Beschreibung der RR-Soja-Sequenz nachweisen. Firmen müssen für das Zulassungsverfahren Daten über die gentechnische Veränderung und Sicherheitsuntersuchungen vorlegen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr gezeigt wurde, dass neben dem Gen, das von Monsanto angegeben wurde, noch zwei unvollständige Kopien desselben Gens in RR-Soja enthalten sind, fanden die belgischen Wissenschaftler nun auch einen Abschnitt mit unbekannter DNA. In den meisten Fällen zweifeln die Zulassungsbehörden nicht an der Genauigkeit der von den Firmen vorgelegten Beschreibungen der Erbsubstanz. Sie veranlassen keinen Gegencheck und verlassen sich komplett auf die Firmendaten. "Wenn Monsanto noch nicht einmal diese Basisinformationen richtig vorlegen kann, was sollen wir dann über die Zuverlässigkeit ihrer Sicherheitstests denken, die alle auf diesen Informationen basieren?" fragt Martina Holbach. In den vergangenen Jahren wurden bereits einige "Nebeneffekte" der RoundupReady Soja beobachtet, die jedoch bis dato nicht eindeutig erklärt werden konnten. Dazu gehören im Vergleich zur konventionellen, d.h. nicht genmanipulierten Soja abweichende Phytoöstrogen-Gehalte und erhöhte Lignin-Gehalte, die bei erhöhten Temperaturen zu einer Zersetzung der RR Soja und damit zu verringerten Ernten führen. Lesen Sie die Hintergrund-Information "Roundup Ready-Soja: Unvollständige Daten, fehlende Untersuchungen und unzureichende Kontrollen".
|
Ce site a été optimisé pour une résolution d'écran de 800x600 et suppose un browser capable de Java et de Javascript. |