Programme 2010
Der Folk-Clupp Lëtzebuerg präsentiert:
SAMSTAG, den 25. SEPTEMBER 2010 um 21:00 im Saal Sang&Klang, Ecke rue Vauban & rue des 3 Glands (Luxemburg/Pafendall)
Siánye
Neun Musiker mit akustischen Instrumenten
Ethnic Fusion
In der regen Trierer Musikszene fällt die Neugründung "Siánye" durchaus auf: Sie macht auf fast ausschließlich akustischen Instrumenten Musik, deren Wurzeln in aller Welt liegen.
Behutsam gezupft klingt die akustische Gitarre, ein gestrichener Kontrabass legt einen langgezogenen Ton darunter. Dann fangen Trommeln die Gitarre mit ihrem Rhythmus ein. Ein Cello begleitet, in hellen Lagen flirrend, den einsetzenden Gesang, der im männlichen Bariton arabisch anmutet:
Willkommen in der Welt von Siánye. Neben den erwähnten Instrumenten wird noch Klavier gespielt, ein Didgeridoo ist zu hören, eine Mandoline, eine Querflöte. Bei einem ersten Auftritt im Lübke Sounds wurde die Weltmusik der Trierer Band bereits begeistert aufgenommen.
Vor zwei Jahren fingen der in Bulgarien geborene Wahltrierer Kiril Halachev und Lucas Hardt an, zusammen Musik zu machen. Mittlerweile besteht das Musikerkollektiv aus neun Leuten - das macht jeden Auftritt und jede Probe zu einer organisatorischen und logistischen Herausforderung. Dennoch versuchen sie, wenigstens einmal die Woche in der Musikschule zu proben, wo zwei Bandmitglieder unterrichten. "Was uns verbindet, ist die Lust, am musikalischen Experimentieren.", sagt Halachev. "Die Lust, auch Grenzen zu überwinden, zum Beispiel Instrumente auch mal anders zu spielen."
Was er damit meint, kann man etwa in "Historia" hören: Wenn Margret Jost ihre Fingernägel kratzend an den Saiten des Cellos hinabwandern lässt, füllt das den Raum mit einem schwindelerregenden Geräusch, gibt dem Song eine klaustrophobische Stimmung. Sekunden später wird wieder einer perlenden Gitarre Raum gelassen - die von einem romantischen Vogelzwitschern begleitet wird: Eine Illusion, die Lukas Hard trickreich mit einem Zungenblättchen erzeugt.
Solche Klänge wären im Zeitalter der Sampler und Synthesizer mit Leichtigkeit zu erzeugen, doch gerade durch die bewusst akustische Instrumentierung überrascht die Dichte der Soundcollagen umso mehr.
Dabei ist die Stromlosigkeit der Instrumente kein Dogma, Bassist Jochen Reichert spielt auch mal ein elektrisch verstärktes Instrument. "Aber hauptsächlich streben wir schon eher zu diesen ganz natürlichen Klängen", sagt Halachev.
Bei der stilistischen Einordnung sind die Musiker unschlüssig. Viele Bands entscheiden sich ungern für eine "Schublade", aber als Siánye zögerlich im "Balkanjazz" verortet wird, ist das schwer nachvollziehbar, denkt man da schnell an detailreiche, luftige Tanzmusik im Offbeat. Die von perkussiven Ausbrüchen durchzogene melancholische Traummusik von Siánye verdient deutlich eher den Stempel "Weltmusik" oder "Ethnic Fusion". Als großes Vorbild könnte man "Dead Can Dance" vermuten, doch während einige Bandmitglieder zustimmend nicken, ist anderen das wegweisende Weltmusikduo sogar gänzlich unbekannt.
Siánye sind:
- Dorothee Blau (Geige)
- Margret Johst (Cello)
- Jochen Reichert (KontraBass)
- Thiago (Perkussion)
- Lucas Hardt (Perkussion)
- Sabrina Rischard (Flöte)
- Saskia Kraft (Klavier)
- Marie Busse ((Gesang)
- Kyril Halachev (Gitarre)
Weitere Informationen unter: Tel. +352 43 86 94
www.myspace.com/sianye
Vorverkauf über Luxembourgticket: 10 €
www.luxembourgticket.lu
WEITERE KONZERTE IN PLANUNG - D'AUTRES CONCERTS PREVUS:
Am 18. November 2010 in der Kulturfabrik: BLINDNOTE
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last update: July 13th 2010
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