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Bereits im 10. Jahrhundert Zentrum von
Märkten und Messen war das hanseatische Brügge im 13./14. Jahrhundert durch den Handel
mit Tuch, Pelzen, Gewürzen und Gold sowie durch die Geldgeschäfte italienischer Bankiers
das bedeutendste europäische Handelszentrum. Mit dem Niedergang der Hanse ging diese Blütezeit des »Venedigs des Nordens« zu Ende. Da die Industrialisierung die mittelalterliche Stadt nahezu unberührt gelassen hat, sind architektonische Kleinode wie das Rathaus im gotischen Flamboyantstil, die ehemalige Staatskanzlei »Civiele Griffie«, ein Meisterwerk der Renaissance, und die romanisch-gotische Heilig-Blut-Basilika mit der dort als Reliquie verehrten Ampulle eines Blutstropfen Christi zu bewundern. Wer über 366 Stufen den 83 m hohen Belfried erklommen hat, läßt seinen Blick über das Labyrinth der Gassen, Höfe und Grachten schweifen. Nach der Stille und der Blumenpracht in den Höfen ehemaliger Armenhäuser, dem Verweilen im idyllischen Beginenhof und in der gotischen Liebfrauenkirche, einer der größten flämischen Hallenkirchen, ist der Besuch des St. Jans-Spitals mit dem berühmten St.Ursula-Schrein von Hans Memling besonders zu empfehlen. |
| Beginenhof und Minnewasser Ein Besuch Brugges bleibt unvollständig, wenn Sie nicht den idyllischen Beginenhof und das romantische Minnewasser in Augenschein genommen haben. Zwar wohnen im Beginenhof keine Beginen mehr, doch die Benediktinerinnen in ihrer Kleidertracht aus dem 15. Jahrhundert sorgen für historisches Ambiente. Auf dem Minnewasser schwimmen die legendären Schwäne. Die Einwohner Brugges pflegen diese würdevollen Tiere. Dies tun sie, seit Maximilian von Österreich Ihnen diesen Auftrag als Strafe wegen der Enthauptung seines Ratsherrn Pieter Lanchals auftrug. |
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