Luc Spada

So sehr du mich auch willst, du wirst mich immer mehr wollen

Deutsch Rauschliteratur
Op der Lay 160 2010
160 Seiten, Paperback
ISBN 978-2-87967-167-3 12,90 EURO


Das erste Buch von Luc Spada, der sich in trotz seines jungen Alters in sehr kurzer Zeit schon einen guten Namen als Schauspieler und Theaterautor gemacht hat. Damit setzt der Verlag Op der Lay in seinen Bemühungen fort, junge Literaten aus Luxemburg eine Chance auf Veröffentlichung zu geben. Und die Rauschliteratur von Luc Spada ist sowohl inhaltlich wie stilistisch für die Luxemburgensia sicherlich eine Bereicherung.

Luc Spadas Prosatexte und Gedichte drehen sich um Themen des Zeitgeists, geben die Gefühle der heutigen Generation wieder, auch die der Zerstörung und des Scheiterns. Der Autor zeigt uns, wie Gefühle ausgeschlachtet werden, wie es gefühlsbetonte Ausbrüche gibt, und sicherlich nennt er seine Art zu schreiben zu Recht Rauschliteratur. Ein junger talentierter Schriftsteller, von dem wir sicherlich noch oft hören werden.

Mehr von und über ihn erfahren Sie auf: www.lucspada.com


Auszug aus So sehr du mich auch willst, du wirst mich immer mehr wollen

Das Hin und Her zwischen Jared, den Atheisten und Mephisto, der eigentlich ein guter Liebhaber sein wollte


Bla bla bla bla laber mich voll, weil ich dir sage, wie es war. Ich bin zu schön, ich bin zu ehrlich. Ich bin zu schnell für dich. Es kann schon sein, dass ich gestern was anderes als heute gesagt habe. Heute ist auch ein ganz anderer Tag, als der Tag es gestern war. Ich ändere Überzeugungen im Sekundentakt. Kümmere dich um den Mond, denn in den Mond schießen die Amerikaner Raketen rein.

Bla bla bla bla hat mir Jared neulich auf der Zugfahrt erzählt. Das ist mein Mond, verdammt! Kein Mensch hat das Recht, meinen Mond zu verunstalten. Es ist der Mond der Verliebten, der Mond der Dichter und Denker, der Mond der einzigen Schritte für mich. Ich bin nicht der einzige Mensch auf dieser Welt, stimmt, allerdings der einzige Mensch, der mir wirklich was bedeutet, Egoist ja ja ja ja.

Bla bla bla bla und denk an das, denk an die, alle sind sie wichtig. Hör auf mit deiner gespielten Tristesse, denn das, was du wirklich willst, ist belogen werden, ist betrogen werden, denn aufrichtige Menschen nehmen sich einen Teil des Wortes vor dem Menschen nach dem auf und machen einfach alles richtig. Was willst du noch besser machen?

Bla bla bla bla ist überschätzt, ich bin geboren, ich bin ein Giftzwerg, der sich Regeln widersetzt. Tamara widersetzt sich dem eigenen aufgesetzten Stolz. Auf der Suche nach der großen Liebe findet sie nur Beischlaf. Die Decke fällt ihr auf den Kopf, sie läuft zur nächsten einsamen Affäre, und noch währenddessen der Schweiß ihren nackten Körper runterläuft, hört sie die Stimmen: Püppchen! Ah! Liebe! Uh!

Bla bla bla bla und was geht das Lutschen mich noch an? Erlöse mich von allen Mösen, die nur mit mir, weil sie ohne mich alleine sind. Halt deinen Mund fest im Griff und schließe ihn. Ich setze mir Kopfhörer auf, höre nur ausgewählte Spitzenqualität, keine abgefahrene Romantik aus Kinderwagen, keine lustlose Betroffenheit, und, Babe, ich kann es dir nicht erklären, warum ich jetzt wieder fluchen muss.

Bla bla bla bla ist der gute alte Geist, abgestoßen von meinem Körper, endet er nun in Fabeln von bröckelnden Träumen. Die Leiber laufen auf die Versprechen zu, zwei zum Fleiß von eins. Ich habe mich und das reicht für zehn. Ich bin ein Clown, wenn sogar die Küsse mir nichts mehr bedeuten. Sie kratzen und erinnern mich daran, dass auch dies enden wird, so wie alles, denn jeder Anfang endet mit Ausklang. Jede Busfahrt ist irgendwann zu Ende.

[Dieses Buch bestellen] [Home] [Bücher 1] [Bücher 2] [Bücher 3] [Bücher 4] [Bücher 5] [Bücher 6] [Bücher 7] [Jugendbücher] [Compact Disc & Cassetten] [www.lucspada.com]